Projekt in St. Petersburg

Mehr als 130 deutsche und russische Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur diskutierten Anfang April 2001 in St. Petersburg über regierungsunabhängige Annährungen beider Völker. Und während auf hoher politischer Ebene dieser sog.
"Petersburger Dialog I' mit reichlich gemeinsam paraphierten Plänen dem Ende entgegensteuerte, konnte der Lazarus-Orden, Grossballei Deutschland, mit der Einweihung eines Strassenkinderheims in Kalinin, einem Petersburger Stadtteil, sein jahrelanges, karitatives Engagement für diese Stadt fortsetzen.
In einem feierlichen Rahmen übergab unser hochgeschätzter Grossballi, I.D.Tatiana Fürstin von Metternich-Winneburg, im Beisein des Ehepaares Dres. von Schaumann-Werder, als Sonderbeauftragte des Ordens-Kapitels für St. Petersburg, sowie des Generalkonsuls der Bundesrepublik Deutschland für Russland, Herr Ulrich Schöning, des stellvertretenden Bürgermeisters von St. Petersburg sowie weiteren städt. Vertretern für Gesundheit und Soziales und im Beisein des Vorsitzenden des Hilfswerks Deutscher Zahnärzte, Dr.K.Winter, am 11.04.2001, die Schlüsselgewalt in die fürsorglichen Hände des Pädiaters, Prof. Dr.Sereda, dem künftigen Betreuer dieses Heimes.
Seitdem haben hier 20 Kinder in sanierten Räumen ein neues Zuhause haben und vor allem in pädagogischer Begleitung eine Schul- und Berufsausbildung erfahren. Ziel dieses Projektes ist mit Hilfe von Ärzten, Sozialpädagogen und einer "Hausmutter" die Resozialisierung und Integration der Kinder in den benachbarten Schulen zu erreichen und nach erfolgter Lehrausbildung in der Schreinerei und in KFZ- Betrieben, die ebenfalls in der Nachbarschaft liegen, den Aufenthalt abzuschließen. Die Ausbildungsplätze wurden vom Bürgermeister der Stadt zugesagt. Umbau und Renovierung einschließlich der notwendigen Einrichtung für die Schlaf-, Wasch- und Aufenthaltsräume sowie Küche und einem medizinischen-ambulanten Zentrum, das nicht nur für die Heimbewohner eingerichtet wird, beliefen sich auf DM 110.000. Davon wurden DM 40.000 vom Verein zur Unterstützung bedürftiger Kinder in St. Petersburg e. V. , Düsseldorf, übernommen, der auch die Unterhaltskosten der nächsten zwei Jahre übernehmen wird. Mit DM 70.000 der Gesamtaufwendungen konnte das Hilfswerk Deutscher Zahnärzte dem Lazarus-Orden, Grossballei Deutschland, helfen, das Projekt zu verwirklichen.
Der deutsche Generalkonsul in St. Petersburg, Herr Ulrich Schöning, der direkt von den politischen Gesprächen der russischen und deutschen Delegationen hierher gekommen war, lobte in seiner Ansprache die Zielsetzung dieses Projektes und drückte die Hoffnung aus, dass die geleistete Hilfe eine Initialzündung für weitere Einrichtungen dieser Art in St. Petersburg bei den Behörden auslösen möge, da ca.
12.000 Straßenkinder allein in dem Stadtteil Kalinin kein zu Hause haben. Er appellierte an die Verantwortlichen, diesem katastrophalen Zustand der ärmsten einer Gesellschaft, der Straßenkinder, durch ähnliche Programme entgegenzuwirken.