Medizinisches/Zahnmedizinisches Projekt in Amagá (Kolumbien)

Die letzte Phase des Projektes, welches so hilfreich für die Gemeinschaft der ärmsten Bevölkerungsschicht in Amagá ist, konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Wir haben uns außerdem als eines der besten und wichtigsten Gesundheitszentren der Region etablieren können, in einer Zeit, in der aufgrund der wirtschaftlichen Lage des Landes einige Zentren wegen fehlender Finanzierung haben schließen müssen, z.B. das Metro Salud, eine staatliche Einrichtung, die für die medizinische Versorgung dieser Region zuständig war.

Bericht

Nach Fertigstellung der Baumaßnahmen im Juli letzten Jahres (2000) begannen wir sofort mit der Eröffnung des Services mit einer Allgemeinärztin, einer Zahnärztin und einer Ernährungsberaterin.

Ernährungsberatung

Es wurde eine Ausgangsanamnese unter den Kindern der Region erstellt (insgesamt 441), mit folgenden Ergebnissen:

80% der Bevölkerung litten unter akuter und schwerwiegender Unterernährung, 5% hatten Gewichtsprobleme, 2% Übergewicht und 3% waren in gutem Ernährungszustand.

Bis zum heutigen Tag und nach den entsprechenden Kontrollen und Diäten, die den Kindern mittels Speisesaalprogramm zuteil wurden, haben wir festgestellt, dass sich die anthropometrischen Maße (Gewicht und Statur) aller Kinder und Jugendlichen in diesem Zeitraum wie folgt entwickelt haben:

40 % der Kinder und Jugendlichen, die unterernährt waren, kamen zu normalen Werten in Gewicht und/oder Statur.
Außerdem haben wir 20 Vorsorgeprogramme in Ernährung durchgeführt:

Allgemeinmedizin

Insgesamt wurden 245 Kinder und Jugendliche der Jugendzentren in Amagá und Angelópolis und 40 Kinder, die in den Werkstätten ausgebildet werden, versorgt.
Es wurden 1416 ärztliche Untersuchungen, 61 Weiterleitungen an Zentren 2. und 3. Grades und 142 Behandlungen vorgenommen.
Die häufigsten Diagnosen waren:

Zahnarztpraxis

Bis zum heutigen Zeitpunkt wurden 245 Kinder und Jugendliche behandelt. Es erfolgten 598 reguläre Termine, 24 Notfälle, 158 halbjährliche Untersuchungen und 1772 zahnärztliche Behandlungen.

Die häufigsten Diagnosen waren:

Die Vorsorgeprogramme erhielten folgende Angebote:

Schlussbemerkung

Wie aus den Unterlagen ersichtlich, ist die Einrichtung Ciudad Don Bosco seit Anfang März 2001 für den Unterhalt aufgekommen.
Aus dem Bericht wird auch ersichtlich, dass das Projekt einen großen Einfluss in der Region hat. Die Bewohner sehen uns als treibende Kraft für Wohlstand und Fortschritt an. Der allgemeine Gesundheitszustand der Kinder und Jugendlichen hat große Fortschritte gemacht.
Das Angebot an Kursen und Vorträgen hat dazu beigetragen, dass einem Großteil der Bevölkerung in dieser Region Informationen zu den Themen des Gesundheitswesens und der Gesundheitsvorsorge zur Verfügung standen. Das Angebot ist sehr gut aufgenommen worden, in der Absicht bessere und gesündere Lebensumstände zu erlernen.
Gerne stehe ich für eventuelle Rückfragen zur Verfügung.



Ich danke sehr herzlich für diese für uns und die Region des Sinifaná so wichtige Unterstützung. Die Ärmsten und Verlassenen dieser Region beten für Sie, die Sie uns so sehr geholfen haben.

Mit herzlichen Grüßen.

P. Luis Fernando Valencia sdb
Direktor


siehe auch: Projekt Leprakranke in Agua Dios / Kolumbien