Dispensarium in Korr - Kenia


Im Norden Kenias befindet sich in einer sehr trockenen und unfruchtbaren Gegend ein Dispensarium, um den Halbnomaden Gesundheitsvorsorge und Fürsorge zu bieten; in dieser Halbwüste befindet sich Korr etwa 600 km nördlich von Nairobi an der Straße nach Äthiopien.

Zielgruppe unseres Projektes sind Halbnomaden-Stämme, wie die Gabra, Rendille, Samburu und Turkana. Sie betreiben keine Landwirtschaft, sondern leben ausschließlich von der Milch, dem Blut und dem Fleisch ihrer Schafe, Ziegen und Kamele. Wegen der Trockenheit des Gebietes und der staubigen Luft sind Krankheiten wie Malaria und Deshydration verbreitet. Auch die Beschneidung der Frauen stellt ein Gesundheitsrisiko dar.

Die Missionsstation in Korr besteht seit 1972 und wurde im Jahre 1980 von den Salesianern Don Boscos übernommen. Sie umfasst ein Wohnhaus für die Kommunität, ein Dispensarium, eine Grundschule für 700 Kinder und einen Kindergarten. Es werden Ernährungs- und Wasserbeschaffungsprogramme durchgeführt. Im Dispensarium werden täglich im Durchschnitt 100 Krankheitsfälle behandelt. Dafür stehen 3 Schwestern, zwei Gesundheitsfachkräfte und 1 Assistent zur Verfügung. Von diesen 6 Angestellten betreiben eine Schwester, eine Gesundheitsfachkraft und ein Assistent die mobile Klinik und besuchen 15 Dörfer. 3 Dörfer liegen 40 km von der Missionsstation entfernt, 2 weitere Dörfer 10 km und 10 Dörfer befinden sich 12 km von Korr entfernt. Das Fahrzeug für die mobile Klinik ist jedoch 16 Jahre alt und stark reparaturanfällig.

Vom Dispensarium in Korr ausgehend soll eine mobile Klinik weiterhin regelmäßig in einem Umkreis von 45 qkm die Dörfer und Siedlungen erreichen. Es soll Prävention vor Infektionen, Seuchen und AIDS betrieben werden. In einem „Mutter und Kind-Programm“ sollen vor allem Mangelernährung vorgebeugt und die notwendigen Impfungen durchgeführt werden. Schlangen- und Skorpionbisse sollen behandelt werden können.

Das vorhandene Fahrzeug der mobilen Klinik, das 16 Jahre alt ist, soll verkauft, und ein Toyota Landcruiser soll angeschafft werden (die Geld-Überweisung für dieses Fahrzeug erfolgte im Oktober 2004). Mit diesem Fahrzeug, das registriert und unterhalten wird, soll in einer mobilen Klinik Gesundheitsprävention und- Fürsorge für die Menschen der Gegend um Korr geleistet werden, ohne Ansehen von Religions- und Stammeszugehörigkeit. Dabei sollen kleine Beiträge für den Erwerb von Medikamenten und für die Nutzung des Toyota als Transportfahrzeug erhoben werden, die den Unterhalt der mobilen Klinik sichern helfen.